Las Vegas definiert die Zukunft der Unterhaltungselektronik

Jedes Jahr im Januar reisen einige unserer Mitarbeiter fast 9000 km in die Wüstenmetropole Las Vegas...

CES-Logo vor dem Messegelände

CES-Logo vor dem Messegelände

... Nicht etwa, um durch die Casinos der amerikanischen Vergnügungshochburg zu ziehen, vielmehr ist die Consumer Electronic Show (CES) der Grund für den langen Flug in den Wilden Westen. Die Fachmesse für Unterhaltungselektronik gilt als Trendsetter für alle weiteren Entwicklungen im Branchenjahr.

Maxim Grönwoldt, Leiter des Einkaufs der Sparten Mobilfunk/Telekommunikation/Tablets bei MEDIMAX und Nico Schütte, MEDIMAX-Produktmanager für Empfangstechnik & Zubehör, berichten von ihrem Messeerlebnis.

Wie ist die CES in der Branche einzuordnen?

Maxim Grönwoldt: „Die CES ist die mit Abstand innovativste Technikmesse der Welt, da ist sich die Branche einig.“

Nico Schütte: „Bereits am Frankfurter Flughafen trafen wir nicht nur auf unsere Kollegen, sondern auch auf Einkäufer und Produktmanager aller anderen deutschen Kooperationen.“

Maxim Grönwoldt: „Sogar Delegationen von Baumarktketten und kleinere Fachhändler haben die Reise auf sich genommen. Für mich war deutlich zu spüren, dass die CES mehr zu bieten hat, als vergleichbare Messen in Deutschland. Die rege Teilnahme von Start-Ups, die äußerst provokant auf sich aufmerksam machen, sorgt jedes Jahr für spannende Innovationen.“

Was waren Ihre diesjährigen Messe-Highlights?

Nico Schütte: „Die großen Fortschritte in Sachen Sprachsteuerung, Internet of Things und künstlicher Intelligenz bei Robotern haben mich sehr beeindruckt. Tierische Androiden, wie zum Beispiel der künstliche Vierbeiner ‚AIBO‘ können nicht nur bellen, sondern reagieren auch aufs Streicheln und Zurufen.“

Maxim Grönwoldt: „Für wen Gassi-gehende Roboter-Hunde keine Alternative zu einem echten Haustier sind, der kann sich vielleicht für eine der zahlreichen sprachgesteuerten Hilfen im Haushalt begeistern. Egal ob Auto, Sound-Bar oder Badezimmerspiegel – Sprachsteuerungen werden mittlerweile überall integriert.“

Über welches Thema im Bereich Sprachsteuerung wurde am meisten diskutiert?

Nico Schütte: „Im letzten Jahr wurde viel über die Risiken des Sprachassistenten Alexa für den stationären Handel gesprochen. Dieses Jahr stellte sich vor allem die Frage, wer sich langfristig durchsetzen wird: Amazons smarte Assistentin Alexa oder der seit kurzem verfügbare intelligente Lautsprecher von Google. Die beiden Geräte liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wer sich langfristig durchsetzen wird, ist auch nach der Messe mehr als offen.“

Welche innovativen Produkte haben Sie sonst noch überzeugt?

Maxim Grönwoldt: „Die größte Neuerung im Bereich TV war definitiv der individuell skalierbare Fernseher ‚The Wall. Samsung setzt hierfür mehrere LED-Panels aneinander, sodass der TV in jede beliebige Ecke des Wohnzimmers passt.“

Maxim Grönwoldt: „Für ‚faule‘ Smartphone-Nutzer hat sich die Forschungsabteilung von Samsung etwas besonderes einfallen lassen. Mit dem Armband ‚Sgnl‘ braucht man zum Telefonieren nur einen Finger ans Ohr zu halten. Über eine spezielle Knochenschallübertragungtechnik wird der Schall über die Arm- und Handknochen zum Ohr geleitet. Das ist allerdings noch ziemlich gewöhnungsbedürftig.“

Nico Schütte: „Bei den Drohnen überzeugten uns vor allem die Nischen der Branche. Drohne ‚PowerDolphin‘, die schwimmende Variante einer 4k-auflösenden Action-Cam, eignet sich für Angler, Wassersportler und als Rettungshelfer bei Wassereinsätzen. Die ‚Selfly‘ vom Hersteller AEE Aviation Technology ist besonders praktisch für Weltenbummler. Sie hat eine Reichweite von 15 Metern und lässt sich so kompakt zusammenklappen, dass sie hinter ein Smartphone geklemmt werden kann. Der Rahmen fungiert gleichzeitig als Smartphone-Hülle.“

Die schwimmende Drohne "PowerDolphin" von Power Vision

Drohne "PowerDolphin"

Drohne "Selfly" vom Hersteller AEE

Drohne "Selfly"

CES-Logo vor dem Messegelände

CES-Schriftzug

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